Slingshot Ghost V2 Test

KITE BUDDY
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zu Sehen ist ein Schwarz-Orangener Kiteschirm mit einer Orangen Kompassnadel oben auf dem SegeltuchHardfacts des neuen Slingshot Ghost V2

Bevor wir aber den Fahreindruck des neuen Slingshot Ghost V2 besprechen, kommen wir natürlich wie immer erst einmal zu den harten Fakten!
Der Slingshot Ghost V2 wurde gegenüber seinem Vorgänger ordentlich überarbeitet und verfügt nun über eine deutlich gestrecktere Outline, einen dünneren Durchmesser der Fronttube und ein neues Profil. Der Ghost V2 verfügt über eine Vierpunkt-Waage ohne Pulleys und insgesamt drei unterschiedliche Anknüpfpunkte an den Tips, um den Bardruck und die Drehgeschwindigkeit des Kites auf deine individuellen Bedürfnisse anpassen zu können.
Anders als bei den anderen Modellen aus dem Hause Slingshot kommt nicht das bekannte vierfach Ripstop Material zum Einsatz. Das Flugtuch des Slingshot Ghost V2 wird aus einem double Ripstop Material gefertigt und liefert so eine deutliche Gewichtsersparnis.
Um Gewicht zu sparen, wurden zudem nur die nötigsten Stellen extra geschützt. Um das Flattern des Tuchs zu vermeiden, wurde die Abströmkante zudem mit einer Tuchdopplung versehen. Der neue Slingshot Ghost V2 ist in insgesamt drei Farben und acht verschiedenen Größen zwischen 2,5 und 17 Quadratmetern zu Preisen zwischen 945,- und 1740,- erhältlich.

Der Slingshot Ghost V2 auf dem Wasser

Aber genug mit den harten Fakten, wichtig ist doch, wie sich der Kite auf dem Wasser anfühlt und ob sich die Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger tatsächlich bemerkbar machen. Also Kite in den Kofferraum und auf zum Spot!
Auf den ersten Metern mit dem Ghost V2 fällt sofort auf, dass der Kite super gleichmäßig angeströmt wird und einen ordentlichen Zug entwickelt. Anders als beim Vorgänger, welcher hauptsächlich von seinem ausgeprägten Grundzug lebte, lebt der Ghost V2 von seiner Fluggeschwindigkeit und entwickelt durch aktives Fliegen des Kites einen optimalen Zug. Der 12 m Ghost V2 gleitet mit einem entsprechenden Foil schon bei ca. 6kn. Auf dem Twintip sind ungefähr 10kn nötig.
Durch die höhere Streckung des Kites verbessern sich die Höhelaufeigenschaften im direkten Vergleich zum Vorgänger enorm. Der Ghost V2 wandert spielend leicht an den äußersten Windfensterrand und liefert optimale Leistungen auf dem Amwindkurs. In diesem Bereich ist der Kite nun definitiv auf Augenhöhe mit einem Core XLite oder einem Naish Boxer. Die Barkräfte des Slingshot Ghost V2 sind in jedem Windbereich leicht bis mittel hoch und das Lenkgefühl und Barfeedback deutlich präziser als beim Vorgänger. Der Stand des Kites im Windfenster lässt sich durch das präzise Feedback an der Bar zu jeder Zeit perfekt bestimmen, was ein spielerisches Handling und Vertrauen auf dem Foil bewirkt.
Wenn man den Kite unterfährt und die Leinenspannung völlig verloren geht, schwebt der Kite entspannt mit, ohne zu stallen und lässt sich super sanft wieder einfachen. Die Drehradien und Flugeigenschaften des Ghost V2 liegen nahezu auf dem Niveau des Ufo und verleiten dazu, mit dem Kite zu spielen und die verrücktesten Tricks mit dem Kite zu versuchen. Zudem ist die Profilstabilität des Ghost V2 perfekt und nochmal besser als die des Core XLite. Stürzt der Kite bei super wenig Wind doch mal ab, lässt sich der Ghost V2 sowohl über beide Steuerleinen, als auch über eine Steuerleine super einfach wieder starten, hier ist der Ghost V2 nahezu unschlagbar!
Wenn man doch mal springen möchte, liefert der Ghost V2 gute Leistungen und eine aktzeptable Hangtime mit super Feedback in der Luft. Für einen One Strut Kite sind diese Leistungen definitiv beeindruckend!

Fazit

Für alle, die einen One Strut Kite für absolute Leichtwindbedingungen und das Foil suchen, ist der neue Ghost V2 ein sehr heißer Kandidat. Deutlich agiler, mit besserem Barfeedback und gesteigerter Leistung, ist er ein völlig neuer Kite im Vergleich zu seinem Vorgänger und wird den ein oder anderen Leichtwind – Enthusiasten unter euch beeindrucken!


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