Kiten wie geht das?

KITE BUDDY
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Kiten wie geht das?

Du möchtest Kiten lernen, aber weißt nicht wo du anfangen sollst? Oder möchtest du erst mal mehr über den Sport erfahren, bevor du dich entscheidest ob er was für dich ist? Dann wirst du in diesem Text hoffentlich alles erfahren, was du brauchst.

Bevor du dich aber nach dem Lesen waghalsig aufs Kiteboard schwingst: versuche niemals alleine oder ohne professionelle Hilfe Kiten zu lernen. Wenn man nicht weiß, was man macht, kann es sehr gefährlich werden! Du solltest am besten zu einer Kiteschule gehen und dort in einem Einsteigerkurs lernen. Das dauert meist nur etwa 8 bis 12 Stunden und Equipment bekommst du dafür auch gestellt.

Equipment

Beim Kiten braucht man mehrere Teile an Equipment. Natürlich den Kite und ein Kiteboard. Hier kommt es ganz darauf an, wie schwer du bist und bei wie viel Wind du kiten möchtest. Dann gibt es noch das Trapez. Hier unterscheidet man prinzipiell zwischen Hüft- und Sitztrapezen. Für Anfänger sind Sitztrapeze besser geeignet, da Hüfttrapeze hoch rutschen, wenn der Kite im Zenit steht. Dann gibt es noch die Bar, die Kite und Trapez miteinander verbindet.

Zu guter Letzt brauchst du am besten auch noch Neoprenausrüstung. Ein Neoprenanzug ist immer gut, da er dich vor dem Auskühlen schützt. Je nach Temperatur solltest du verschiedene Dicken an Neopren benutzen. Ein eher dünner Anzug wird im Winter nicht viel bringen, und ein dicker Anzug wird im Sommer sehr unangenehm! Im Winter empfiehlt es sich dann noch Neopren Zubehör, wie Schuhe oder Hauben zu benutzen.

Der Wind

Der Wind ist so ziemlich das Wichtigste, worauf du am Spot achten musst. Wenn der Wind nicht richtig weht, oder zu stark oder zu schwach ist, brauchst du gar nicht erst mit einer Session anfangen. Worauf du beim Wind genau achten musst kannst du hier erfahren.

Die Grundlagen

Sobald du am Kitespot angekommen bist, solltest du zuerst dein Material aufbauen und dich für die Session vorbereiten. Hierbei kannst du dich auch super mental auf die Session vorbereiten. Du brauchst genug Platz zum ausbreiten der Leinen, also stelle sicher, dass keine Gegenstände im Weg liegen. Auch sollten keine scharfen Muscheln oder Steine am Boden liegen, damit dein Material unbeschädigt bleibt. Such dir am besten eine Wiese, oder wenn es an deinem Spot keine Wiese gibt, einen sauber Fleck am Sandstrand.

Wenn du dein Material sortiert hast, solltest du zuerst deinen Kite aufpumpen. Zwischen 5 und 8 Psi ist ein optimaler Druck. Anschließend legst du den Kite auf die Fronttube, in Richtung Luv. So wird dein Kite vom Wind auf den Untergrund gedrückt. Sichere ihn trotzdem besser noch indem du Sand oder dein Board drauf legst.

Jetzt kannst du deine Leinen und die Bar auslegen. Fange am besten an, indem du je eine Steuer- und Frontleine in deine linke und rechte Hand nimmst. Dann stellst du dich mit je einem Bein zwischen Front- und Steuerleine und läufst die Leinen von der Bar zum Kite hin ab. So hast du deinen Leinen perfekt sortiert ausgelegt und kannst sie anknüpfen.

Bodydrag

Eine der wichtigsten Basisübungen ist der sogenannte Bodydrag. Stelle deinen Kite auf 12 Uhr und halte die Bar am Druckpunkt. Bevor du jetzt startest, musst du dich orientieren: Wo stehst du? Wohin möchtest du draggen? Wo wirst du anhalten? Und gibt es Hindernisse?

Fliege jetzt deinen Kite langsam auf 45° und lass dich nach vorne fallen. Halte die Bar die ganze Zeit am Druckpunkt! Leg dich dann nach vorne und lass dich vom Kite ziehen. Achte die ganze Zeit darauf, dass du nicht in Seitenlage liegst, sondern mit beiden Fäusten auf gleicher Höhe!

Der Wasserstart

Wenn du es mit dem Kiten wirklich ernst meinst, solltest du definitiv den Wasserstart üben. Das ist zwar eine der schwereren Übungen, aber mit der richtigen Technik wird es dir sehr leicht fallen. Lass zuerst das Brett weg und fange mit einfachen Kiteübungen an. Lenke den Kite erst nach links, dann wieder 12 Uhr und anschließend nach rechts und zu guter Letzt nochmal auf 12 Uhr. Wiederhole das mehrmals! Anschließend lenkst du den Kite nah an die Wasseroberfläche und dann langsam wieder auf 12 Uhr. Wechsel die Seiten mehrfach ab.

In der nächsten Übung fliegst du über dir kleine Achten. Das machst du indem die Bar abwechselnd um fast 90° nach links und rechts lenkst. So bekommst du ein gutes Gefühl für deinen Kite. Im Anschluss machst du noch ein paar saubere Bodydrags.

Jetzt kannst du dein Brett wieder dazu holen. Es jetzt vor allem wichtig, dass du nicht zu viel Kraft im Kite hast. Depower deinen Kite also. Wenn du meinst, die Technik zu beherrschen, aber die Kraft nicht ausreicht, kannst du den Kite mit dem Adjuster wieder anpowern.

Du beginnst den Wasserstart indem du den Kite ruhig auf 12 Uhr hälst. Bevor du jetzt weiter machst, stellst du sicher dass du genug Platz zum starten hast. Greife dann dein Brett und ziehe deine Knie an. Steig in dein Brett rein und hab deine Knie am Körper und sei mit dem Hintern im Wasser. Lenk den Kite dann auf knapp unter 11 Uhr und schlag den Kite ein. Lenke ihn dann auf knapp 45°

Jetzt heißt es auf deine Beine und dein Brett achten. Dein Brett soll nämlich nicht quer zur Seite zeigen, sondern leicht in Richtung Kite! Strecke dafür am besten das Bein in Fahrtrichtung aus und lass das andere angewinkelt. Stell das Brett dann leicht in den Wind hinein und drück dich mit dem hinteren Bein hoch.

Die ersten Meter

Jetzt wo du gestartet bist, heißt es die ersten Meter zu fahren. Dafür brauchst du die richtige Körperhaltung. Brust, Knie und Hüfte sollen immer in einer Linie bleiben.

Natürlich musst du deinen Kite auch gut steuern können. Du kannst deinen Kite grundsätzlich auf drei Arten steuern. Wenn dein Kite geparkt ist produziert er gleichmäßigen Vortrieb aber kann keinen weiteren Vortrieb erzeugen. Wenn du mit dem Kite flache Sinuskurven fliegst, generiert er den nötigen Vortrieb wenn der Wind weniger wird. Bei extremen Sinuskurven wiederum lässt du deinen Kite durch die Powerzone fliegen um möglichst viel Vortrieb zu entwickeln.


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